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Zitierform: sabaweb.uni-jena.de [Zugriff am 22.09.2017]

FAQ

Was kann gesucht werden?
Wie wird das Suchwort eingegeben?
Was wird angezeigt?
Was bedeuten die Kürzel?
Was wird als Wurzel definiert?
Was bietet die Ergebnisseite?
Was macht der Zähler?
Was steht unter „Bedeutung“?
Was sind „ältere Übersetzungen“?
Was steht unter „Altsüdarabische Parallelen“?
Was steht unter „Etymologische Parallelen“?
Was steht unter „Formen“?
Was steht unter „Wendungen“?
Was findet sich im Reiter Corpus?
Was findet sich im Reiter Statistik?
Was findet sich im Reiter Literatur?
Was findet sich im Reiter Kontakt?
Allgemeine Hinweise


Was kann gesucht werden?

Wurzel: Alle bereits bearbeiteten Ableitungen einer Wurzel werden angezeigt: Die Suche nach qny liefert also die Verba qny und hqny sowie die Nomina qny, hqnyt und ʾqnyt. Dies gilt auch für defektive Formen: Unter wqh findet man neben dem Verbum wqh auch das Nomen qht. Die dreiradikalige Wurzel von Nomina und Verba ist vollständig einzugeben. Partikeln sind unter den vorhandenen Radikalen unter Verzicht auf enklitisches -n abgelegt, z. B. b- und bn jeweils unter b. Zusammengesetzte Partikeln sind in der Regel unter der umfangreicheren bzw. spezifischeren Form abgelegt, z.B. b-ʿm unter ʿm, b-kn unter kn. Bei defektiv geschriebenen Wörtern empfiehlt sich die Suche nach Lemma oder Zeichenfolge.

Lemma: Hier ist ein konkretes Stichwort einzugeben, z. B. hqnyt oder sʿd. Zu diesem werden die bearbeiteten homographen Formen angezeigt, bei sʿd etwa Verbum und Nomen.

Die Grundform ist ohne Affixe (Status- oder Flexionsendungen) einzugeben. Beim Nomen entspricht diese zumeist dem Singular im Status constructus (statt hqnytn also hqnyt), beim Verbum dem Singular maskulin der Suffixkonjugation (statt yhqnynn also hqny). Proklitische Partikeln müssen mit einem Bindestrich enden (Beispiel: b-; w-), enklitische Partikeln sowie Pronominalsuffixe damit beginnen (Beispiel -mw, -hw), zusammengesetzte Partikeln haben einen Bindestrich an der Grenze zwischen den Elementen (Beispiel b-ʿm, b-kn). Regelhaft defektiv geschriebene Formen sind unter einem defektiven Lemma abgelegt, z. B. findet man mšm (Wurzel šym) unter dieser Form, nicht unter *mšym. Sofern unter dem Lemma kein Eintrag verzeichnet ist, kann nach der Zeichenfolge gesucht werden

Zeichenfolge: Eine gesuchte Zeichenfolge muß aus mindestens zwei Zeichen bestehen. Die Suche erfolgt innerhalb eines Einzelwortes, wobei präfigierende Partikeln und Pronominalsuffixe als eigene Wörter gezählt werden. Eine wortübergreifende Suche ist nicht möglich. Für eine Wortfolge wie b-mšymt-hmw „in ihren Feldern“ führt also eine Zeichenfolge wie mšy oder ymt zu einem Ergebnis, die Zeichenfolgen bmš und mth hingegen nicht. Das Suchergebnis ist eine Liste aller Lemmata, in deren Formenbestand die gesuchte Zeichenfolge enthalten ist.

Übersetzung: Ein gesuchtes deutsches Wort oder ein Wortbestandteil muß mindestens aus drei Zeichen bestehen. Das Suchergebnis ist eine Liste der sabäischen Lemmata, in deren Übersetzung das Wort vorkommt. Auch erklärende Zusätze werden bei der Suche berücksichtigt. Führt die Suche zu keinem Ergebnis, sollte nochmals mit einem Synonym gesucht werden. Die gesammelten älteren Übersetzungen sind derzeit nicht in die Suche eingeschlossen, ihre Einbeziehung ist vorgesehen.
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Wie wird das Suchwort eingegeben?

Die Suche kann jeweils nur in einem der genannten Felder erfolgen. Die Zeichen sind in Unicode kodiert. Eine entsprechende Tastaturbelegung kann direkt verwendet werden (für ʾAlif wird das Zeichen 02BE; für ʿAyn das Zeichen 02BF verwandt). Die Sonderzeichen können auch aus der unter der Eingabemaske befindlichen Zeichentabelle ausgewählt werden; das System schreibt in das Suchfeld, in dem der Cursor sich zuletzt befunden hat.

ACHTUNG: Bei Formen mit sehr vielen Belegen kann es aus technischen Gründen zu Verzögerungen bei der Ausgabe kommen.
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Was wird angezeigt?

Es erscheint zunächst eine Übersichtsseite. Diese verzeichnet bei der Suche nach einer Wurzel alle bearbeiteten Ableitungen, bei der Suche nach einem Lemma alle zugehörigen homographen Formen und bei der Suche nach Zeichenfolge oder Übersetzung alle Einträge, die die gesuchte Form enthalten. Die Übersichtsseite verzeichnet Wort, Wortart, Übersetzung und Wurzel der gefundenen Formen. Zusätzlich sind Übersetzungen aus der Literatur in einem Tooltip hinterlegt. Diese erscheinen, wenn die Maus sich über der angezeigten Übersetzung befindet. Die einzelnen Einträge können durch Klicken auf die Übersetzung geöffnet werden.
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Was bedeuten die Kürzel?

Beim Nomen sind Informationen zum Genus über Kürzel kodiert: m=maskulin; f=feminin; m/f=sowohl maskulin als auch feminin; steht kein Kürzel, liegen keine eindeutigen Belege vor. Beim Verbum werden die Verbalstämme in Form eines solchen Kürzels angegeben. Die Zusammenstellung nennt jeweils SK/PK/Infinitiv: 01=unvermehrter Grundstamm fʿl/yfʿln/fʿl; 02=abgeleiteter Grundstamm fʿl/yfʿln/fʿln; 0x=nicht eindeutig zuzuordnender Grundstamm 01 oder 02 (keine aussagekräftigen Formen belegt); H=Kausativstamm hfʿl/yhfʿln/hfʿln; T1=Reflexivstamm zu 01 tfʿl/yftʿln/ftʿln; T2=Reflexivstamm zu 02 tfʿl/ytfʿln/tfʿln; Tx=nicht eindeutig zuzuordnender Reflexivstamm T1 oder T2 (keine aussagekräftigen Formen belegt); ST=Reflexivstamm zu H stfʿl/ystfʿln/stfʿln; selten x=nicht bestimmbare Form. Ein zugesetztes Fragezeichen weist jeweils darauf hin, daß die Zuordnung unsicher ist. Verlesene, verschriebene, fehlgedeutete oder anderweitig falsche Formen sind durchgestrichen.
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Was wird als Wurzel definiert?

Nomina und Verba sind zumeist dreiradikalig und daher bei der dreiradikaligen Wurzel hinterlegt. Bei Partikeln dient der vorhandene Konsonantenbestand abzüglich möglicher Enklitika als Wurzel, bei zusammengesetzten Partikeln in der Regel das umfangreichere bzw. spezifischere Element. So sind b- und bn (aus b- + -n) einer „Wurzel“ b zugeordnet, während sich b-ʿm unter ʿm, b-kn unter kn findet.

Eigennamen werden anders behandelt. Hier dient die Kategorie „Wurzel“ dazu, die Verwendung von Formen zu klassifizieren. PN m steht dabei für einen männlichen, PN f für einen weiblichen Personennamen, GN m für einen männlichen, GN f für einen weiblichen Götternamen, SpN für einen Sippen-, StN für einen Stammesnamen. Unter ON sind eigentliche Ortsnamen und die Eigennamen von Bauwerken, Flurstücken etc. zusammengefaßt. Beinamen von Personen, Gottheiten und Ortsnamen sind durch das jeweilige Kürzel mit dem anschließenden Hinweis „(Beiname)“ ausgewiesen.
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Was bietet die Ergebnisseite?

Die Ergebnisseite des Lemmas stellt alle Informationen zum jeweiligen Lemma zusammen. Sie bietet einen Zähler, die Übersetzung, ältere Übersetzungen, altsüdarabische und andere etymologische Parallelen, einen Katalog der bezeugten Formen sowie Wendungen, die das Lemma enthalten.
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Was macht der Zähler?

Der oben rechts befindliche Zähler gibt die Anzahl der Belegstellen eines Lemmas sowie die Anzahl der Inschriften, in denen das Wort vorkommt, an. Stand ist dabei jeweils der Moment der Abfrage. Solange sich die Datenbank im Aufbau befindet, sind diese Zahlen stetigen Veränderungen unterworfen.
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Was steht unter „Bedeutung“?

Das Feld enthält die von den Bearbeitern vorgeschlagene Bedeutung des Lemmas. Bedeutungsnuancen sind durch Komma (,) oder, bei größeren Unterschieden, durch Semikolon (;) getrennt. Gelegentlich sind darüber hinaus wörtliche Übersetzungen, eingeleitet durch < (entstanden aus), oder (auch metaphorische) Weiterentwicklungen, eingeleitet durch > (entwickelt zu), angegeben. Wo notwendig, ist die Bedeutung zudem durch erklärende Zusätze ergänzt. Gibt es mehrere verschiedene Deutungsvorschläge zu ein und demselben Wort, werden diese durch durchgestrichenes Gleichheitszeichen (≠) voneinander getrennt. In den zusammenhängenden Belegzitaten unter „Wendungen“ erscheint in solchen Fällen nur eine dieser Übersetzungen begleitet von einem Fragezeichen (?). Läßt sich ein Wort überhaupt nicht mit einer sinnfälligen Übersetzung verbinden, wird in den Belegzitaten unter „Wendungen“ anstelle einer Übersetzung die sabäische Form eingesetzt (ein Beispiel bietet hʾḫḏ).

Übersetzungsvorschläge aus der Literatur, die von den Bearbeitern verworfen wurden, werden nicht aufgeführt; diese können unter „ältere Übersetzungen“ eingesehen werden.

Formen, die nur vage in ihrer Bedeutung zu bestimmen sind, werden durch eine kursiv gesetzte Übersetzung charakterisiert. Dies trifft insbesondere auf viele Funktionstitel von Amtsträgern zu, deren genaue Differenzierung noch aussteht. Mögliche Konkretisierungen sind im Anschluß an diese Übersetzung angegeben (ein Beispiel bietet nẓr). Diese kursive Auszeichnung erscheint ebenfalls in der Kontextübersetzung unter der Rubrik „Wendungen“.

Wörter mit völlig unklarer Bedeutung werden nicht übersetzt. In den Kontextzitaten unter „Wendungen“ wird in diesen Fällen anstelle einer Übersetzung die sabäische Form belassen (ein Beispiel bietet tnḏh).

Bei verschriebenen, verlesenen, fehlgedeuteten oder anderweitig fehlerhaften Wörtern wird in der Regel auf die korrekte Form verwiesen („lies xxx“, „aus xxx verlesen“, „Fehler für xxx“ etc.). Bei einigen seltenen Formen ist unklar, ob es sich tatsächlich um ein eigenständiges Lemma oder um eine Verschreibung eines anderweitig wohlbekannten Wortes handelt [vgl. etwa mzʿ, das auch als Fehler für mtʿ gedeutet werden kann]. In den Kontextzitaten unter „Wendungen“ wird in diesen Fällen anstelle einer Übersetzung die sabäische Form belassen.

Zur Optimierung der deutsch-sabäischen Suchfunktion werden die Bedeutungen jeweils durch geläufige Synonyme und weitere Elemente des deutschen Wortfeldes ergänzt. Für im Kontext austauschbare sabäische Wörter können dabei im Deutschen auch etymologisch nicht begründbare Synonyme gewählt sein, etwa die Bedeutungen sabäischer Parallelformen (vgl. etwa mtʿ „retten, erretten, schützen“). Vollständigkeit ist in diesem Bereich nicht angestrebt.
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Was sind „ältere Übersetzungen“?

In diesem Feld sind Übersetzungen verzeichnet, die in der Fachliteratur für das betreffende Lemma zu finden sind. Die Deutungen sind alphabetisch geordnet, wobei aus technischen Gründen Klammern () und Kursivsetzungen am Anfang des Alphabetes stehen. Es schließt sich jeweils ein Hinweis auf die Fundstelle in der Form [Verfasser], [Seitenzahl] an; diese Hinweise sind innerhalb einer Übersetzung chronologisch angeordnet. Systematisch aufgenommen sind vorrangig englische, französische, deutsche und lateinische Übersetzungen; Literatur in anderen Sprachen ist nur gelegentlich angeführt. Eine Bewertung der Übersetzungen nach Originalität, Aktualität und Richtigkeit erfolgt nicht.

Die Übersetzungen stammen aus verschiedenen Quellen: 1. aus Lexika, insbesondere dem Sabaic Dictionary (SD) und Glossaren, etwa dem bei Jamme 1962 und 2. aus Textbearbeitungen und sonstiger Sekundärliteratur zu Einzeltexten.

Die in der Literatur verfügbaren Übersetzungen sabäischer Texte und die zugehörigen Kommentare werden im Zuge der Bearbeitung systematisch eingearbeitet, bei Abweichungen auch dann, wenn die entsprechende Publikation zusätzlich über ein Glossar verfügt. Aufgenommen wird die gesamte seit Anfang des 20. Jahrunderts erschienene Literatur, beginnend mit dem Corpus Inscriptionum semiticarum. Pars quarta: inscriptiones ḥimyariticæ et sabææ (CIH); noch ältere Quellen werden nur in Einzelfällen verwendet. Eingearbeitet sind nicht nur Übersetzungen aus vollständigen Textbearbeitungen, sondern auch verstreute Zitate. Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, daß die Übersetzung in der Abfolge der Wörter dem sabäischen Text folgt, auch wenn dies im Einzelfall nicht stichhaltig erscheint (etwa bei den Wörtern ḥẓy „Gunst“ und rḍw „Wohlgefallen“ in der häufigen Wendung ḥẓy w-rḍw, die zumeist einheitlich „Gunst und Wohlgefallen“ übersetzt wird, auch wenn der sabäische Text abweichend rḍw w-ḥẓy bietet). Stark vereinfachte bzw. abgekürzte Übersetzungen sowie Fälle, in denen die Verteilung der Elemente der Übersetzung auf diejenigen des Originals nicht ersichtlich ist, werden nicht aufgenommen. Dies betrifft auch ältere Textbearbeitungen arabischer Autoren, die sich vielfach auf freie Inhaltsangaben des sabäischen Textes beschränken. Nicht vollständig aufgenommen sind Kontextübersetzungen von Partikeln.

Der Bestand an älteren Übersetzungen wächst im Umfang wie in der Tiefe kontinuierlich an. Es kommen 1. neue Übersetzungen und 2. weitere Quellen zu bestehenden Deutungen hinzu.

Im Prinzip wird eine Übersetzung eines Autors nur einmal aufgenommen. Dabei ist angestrebt, den jeweils ältesten Beleg für eine Übersetzung zu zitieren. Bedingt durch die Reihenfolge der Textbearbeitung kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Prinzip kommen. Ebenso ist innerhalb eines Werkes nicht notwendigerweise der erste Beleg für die betreffende Übersetzung zitiert. Übersetzungen werden unabhängig von deren Originalität jedem sie vertretenden Autor zugeordnet, was teils längere Listen von Quellenangaben mit sich bringt (vgl. etwa unstrittige, doch häufig vorkommende Formen wie hqny).

Problematisch ist die Einordnung von Übersetzungen, die sachlich nicht falsch sind, sich aber auf eine Textstelle beziehen, an der sie morphologisch falsch zugeordnet wurden. Besonders häufig folgt dies aus der ungenügenden Differenzierung von Verbalstämmen. Ein Beispiel bietet yfʿ 01 „heraufkommen“ neben 02 „bekanntgeben“, bei dem Belege für 01 in der Literatur vielfach zu 02 genommen werden. In diesen Fällen ist die Übersetzung an beiden in Frage kommenden Orten verzeichnet – dem, an dem sie fälschlich steht, und dem, an den sie korrekt gehört.
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Was steht unter „Altsüdarabische Parallelen“?

In diesem Feld sind parallele Bildungen aus dem Qatabanischen, Minäischen und Ḥaḍramitischen versammelt. In der Regel sind nur strukturell vergleichbare Formen aufgenommen, für ein sabäisches Nomen also das entsprechende qatabanische Nomen, aber nicht ein eventuell zusätzlich vorhandenes Verbum. Zusätzliches Material wird hinzugenommen, wenn es weiterführende Informationen liefert. Angeführt sind in der Literatur vorfindliche Übersetzungen des Wortes; ein vollständiger Katalog dieser Übersetzungen ist nicht angestrebt. Die Übersetzungen entstammen sowohl den vorhandenen Lexika (Ricks 1989 für das Qatabanische und Arbach 1993 für das Minäische) als auch den verfügbaren Textpublikationen. Aufgenommen sind darüber hinaus sämtliche Deutungen, die die Literatur im Kommentar zu sabäischen Inschriften bietet. Vielfach handelt es sich dabei geradezu um weitere Übersetzungen zum sabäischen Wortlaut, zumal insbesondere in der älteren Literatur vielfach keine durchgängige Trennung der verschiedenen altsüdarabischen Idiome erfolgt ist.
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Was steht unter „Etymologische Parallelen“?

In diesem Feld sind parallele Bildungen aus anderen semitischen Sprachen verzeichnet. Das Feld bietet einen Katalog relevanten Materials, ohne daß damit Aussagen über Ableitungsbeziehungen getroffen werden sollen. Das gesamte Spektrum von gemeinsemitischen Formen bis zu sicher entlehntem Material steht unvermittelt und ohne weiteren Kommentar nebeneinander. Das etymologische Vergleichsmaterial unterstreicht die in vorliegendem Wörterbuch vertretenen Übersetzungen. Für unproblematische Formen ist daher nur inhaltlich passendes Material aufgenommen. Demgegenüber ist bei unklaren oder mehrdeutigen Formen eine größere Zahl möglicher Anknüpfungspunkte benannt. Gelegentlich ist kulturhistorisch relevantes Vergleichsmaterial mit aufgenommen (so etwa die islamisch-arabische Diskussion zu hrg).

Gegenwärtig sind das Arabische (derzeit Wehr 1985 sowie teilweise Lane und Lisān) inklusive des jemenitischen Dialektes (zumeist Behnstedt 1992, 1996 und 2006 und ergänzend Piamenta 1990-1991, teilweise Landberg I, II und III sowie al-ʾIryānī 1996), das Gəʿəz (nach Leslau 1991) und die verschiedenen neusüdarabischen Sprachen (nach Johnstone 1977, 1981 und 1988) als die geographisch benachbarten Sprachen systematisch eingearbeitet; etymologische Parallelen aus anderen semitischen Sprachen sind nur sporadisch aufgenommen. Eine systematische Einarbeitung des Althebräischen (nach Gesenius 18) ist derzeit in Arbeit. Über die einschlägigen Wörterbücher hinaus werden gelegentlich auch etymologische Hinweise aus der Sekundärliteratur zitiert, insbesondere wenn es sich nicht um offensichtliche Ableitungen handelt. Die Zitate folgen im allgemeinen der Sprache des jeweiligen Referenzwerkes; eine Ausnahme bilden die einsprachig arabischen Lexika, deren Glossen eine deutsche Übertragung hinzugefügt ist. Auf eine Zusammenstellung abseitiger oder morphologisch unmöglicher Vorschläge aus der Literatur wird verzichtet.

Ebenfalls unter „Etymologische Parallelen“ abgelegt sind unter dem Stichwort „allgemeine Hinweise“ sonstige in der Literatur vorgetragene Hinweise zur Verwendung, Deutung oder Abgrenzung eines Wortes, sofern sie für die Übersetzung relevant sind.
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Was steht unter „Formen“?

Das Feld bietet einen Gesamtkatalog der im bearbeiteten Corpus belegten Formen eines sabäischen Wortes.

Die Belege werden für Verba in der Reihenfolge Suffixkonjugation/Präfixkonjugation/Infinitiv, die Zeitformen jeweils gegliedert nach Singular/Plural/Dual angeführt, wobei zwischen vollständig erhaltenen und teilweise ergänzten Formen unterschieden wird. Vor Pronominalsuffixen wird die Pluralendung –w nicht geschrieben, was zu einer größeren Zahl morphologisch ambivalenter Belege führt.

Die Nomina sind in der Reihenfolge Singular/Plural/Dual und innerhalb derselben Status determinatus/Status indeterminatus/Status absolutus/Status constructus/Status pronominalis aufgenommen.

Verzeichnet sind nur Formen, bei denen mindestens ein Wurzelradikal erhalten ist. In der Literatur als solche angenommene, sachlich aber falsche oder im Text sicher verschriebene Belege sind durchgestrichen. Verwendet werden folgende geläufige Abkürzungen: beim Verbum SK/PK/Inf. für die Zeitformen, 3/2/1 für die Person, m/f für das maskuline oder feminine Genus und sg/pl/du für den Numerus, beim Nomen sg/pl/du für den Numerus und st.det/st.indet/st.abs/st.constr./st.pron. für die Status. Die einzelnen Angaben sind durch Punkte voneinander getrennt, es ergibt sich also etwa 3.m.sg. für die 3. Person maskulin Singular für eine Verbform oder sg.st.det. für ein Nomen. Genannt sind im Anschluß an die Form jeweils die Belegstellen vertreten durch Siglum/Zeile. Fehlt ein konkreter Beleg, kann im Reiter „Corpus“ geprüft werden, ob der fragliche Text bereits bearbeitet ist.
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Was steht unter „Wendungen“?

Das Feld führt Beispiele für die Verwendung des jeweiligen Lemmas in verschiedenen syntaktischen Kontexten in Gestalt eines ausführlichen sabäischen Textzitates samt deutscher Übersetzung an. Die Belege sind dabei soweit möglich in semantische oder syntaktische Sinneinheiten zusammengefaßt, die durch stichpunktartige Überschriften gegliedert werden. Für unterschiedliche Lemmata sind dabei auch unterschiedliche Gliederungsaspekte gewählt, die sich an der konkreten Verwendung orientieren. Bei Verba kann eine Gliederung zum Beispiel anhand der syntaktischen Konstruktion erfolgen, bei Nomina bietet sich eine Differenzierung aufgrund des inhaltlichen Kontextes an. Vielfach ist auch nach markanten Wortgruppen gegliedert bzw. werden feststehende Wendungen herausgezogen. Bei selten belegten Lemmata ist eine Gliederung hingegen oft nicht sinnvoll.

Die Zitate dienen der Veranschaulichung der Funktion des jeweiligen Lemmas in seinem syntaktischen und inhaltlichen Zusammenhang. Übersichtliche Übersetzungen sollen das Auffinden des Lemmas im Text vereinfachen. Die Übersetzungen werden daher stilistisch nicht geglättet. Mit Ausnahme von w- „und“, das überwiegend durch Kommata ersetzt wird, sowie im Deutschen nicht adäquat wiederzugebenden Präpositionen in der Rektion von Verba sind daher sämtliche Elemente des sabäischen Textes grundsätzlich in die Übersetzung aufgenommen. Dies gilt auch dann, wenn durch paronomastische Konstruktionen Doppelungen auftreten, Handlungen durch längere Infinitivketten wiedergegeben werden oder überschießender Einschub von Titulaturen den Satz bricht. Den in der Literatur vielfach zu beobachtenden Kürzungen in den Übersetzungen solcher Passagen, der Auflösung von Infinitivketten in adverbielle Konstruktionen oder gar der Aufspaltung überlanger Passagen in mehrere Sätze ist grundsätzlich nicht gefolgt. Die Reihenfolge der Elemente im Satz orientiert sich, soweit mit deutscher Syntax zu vereinbaren, am sabäischen Text. Mehrere aufeinanderfolgende Nomina finden sich in der Übersetzung demnach in der originalen Reihung wieder, gleiches gilt für mehrere aufeinanderfolgende Verba. Demgegenüber wird das Verbum der deutschen Syntax entsprechend angeordnet und gegebenenfalls von seinem originalen Platz am Satzanfang verschoben. Soweit nötig, werden abweichende Rektionen im Deutschen in (runden) Klammern hinzugesetzt, ebenfalls in (runden) Klammern finden sich sonstige Erklärungen und Zusätze. Die Zeilenzählung des sabäischen Textes bleibt bei der Übersetzung unberücksichtigt.

Zur besseren Auffindbarkeit des Lemmas wird dieses in vergleichbaren Kontexten stets identisch übersetzt, unabhängig davon, wie viele Wörter aus demselben Wortfeld noch im Umfeld stehen. Bei stark abweichenden Kontexten können demgegenüber auch abweichende Übersetzungen verwendet werden. Auskunft über die gesamte Bandbreite der möglichen Übersetzungen eines Lemmas bieten nicht die Kontextzitate, sondern vielmehr die oben auf der Seite unter „Bedeutung“ angeführten Übersetzungen.

In die Übersetzung der Lemmata aufgenommene erklärende Zusätze sind zumeist nicht in die Kontextübersetzungen übernommen, um den vielfach ohnehin bereits durch zahlreiche Einschübe gebrochenen Text nicht weiter zu überfrachten. Bei Unklarheiten bezüglich einzelner Wörter der Übersetzung empfiehlt sich ein Blick in das jeweilige Lemma. Nur ungefähr bestimmbare Bedeutungen sind kursiv gesetzt; für Lemmata mit mehreren möglichen, aber unsicheren Deutungen wird die wahrscheinlichere bzw. die in der Literatur besser belegte verwandt und durch ein anschließendes Fragezeichen (?) ausgezeichnet. Nicht übersetzbare Formen sind im sabäischen Wortlaut belassen und an der entsprechenden Stelle eingepaßt worden, um Ort und Umfang der Problemstelle auch in der Übersetzung zu veranschaulichen; gleiches gilt für verlesene, verschriebene oder sonstwie fehlerhafte Formen. Beschädigte Formen und in toto nicht übersetzbare Abschnitte werden durch […] wiedergegeben.

Ergänzte Passagen im sabäischen Text (in der Transkription durch [eckige] Klammern markiert) werden in der Übersetzung in der Regel nicht eigens markiert. Sämtliche Wendungen sind für das Wörterbuch neu übersetzt worden. Daß sich dabei insbesondere bei formelhaften Wendungen und stereotypen Textabschnitten Überschneidungen mit bestehenden Übersetzungen aus der Literatur ergeben können, liegt in der Natur der Sache.
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Was findet sich im Reiter Corpus?

Der Reiter enthält eine Liste der gegenwärtig bearbeiteten Inschriften. Stand ist dabei jeweils der Moment der Abfrage.
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Was findet sich im Reiter Statistik?

Der Reiter enthält eine Statistik über die Anzahl der bearbeiteten Texte, der verzeichneten Lemmata und Eigennamen sowie die Gesamtzahl der bearbeiteten Wörter. Stand ist dabei jeweils der Moment der Abfrage.
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Was findet sich im Reiter Literatur?

Der Reiter enthält eine Liste der zitierten Literatur nach Verfassern und Erscheinungsjahr.
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Was findet sich im Reiter Kontakt?

Über ein Kontaktformular können Fragen und Verbesserungsvorschläge an die Bearbeiter gerichtet werden.
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Allgemeine Hinweise

Zur Arbeitsweise:

Was bietet das Wörterbuch?

Das Wörterbuch entsteht modular anhand von Textgattungen und innerhalb derselben nach Inschriften. Konkret bedeutet das, daß das zugrundeliegende Textmaterial sukzessive Inschrift für Inschrift bearbeitet wird. In einer Inschrift erstmals auftretende Lemmata werden neu angelegt, Belege zu bereits bestehenden Lemmata werden diesen hinzugefügt, die Übersetzungen und das Material aus den Kommentaren werden eingearbeitet. In der Textbearbeitung angeführtes Vergleichsmaterial aus anderen Inschriften wird ebenfalls mit aufgearbeitet. Für neu hinzugekommene Lemmata werden Bedeutung und Form (also etwa das Genus oder der Verbalstamm) festgelegt. Noch nicht bearbeitete Belege werden dabei berücksichtigt. Darüber hinaus werden Zusatzinformationen wie Parallelen in anderen altsüdarabischen Idiomen und etymologisches Vergleichsmaterial angelegt. Bei bereits vorhandenen Lemmata werden die neu hinzukommenden Informationen aus der in Bearbeitung befindlichen Inschrift nachgetragen und die vorgeschlagene Bedeutung überprüft. Im Arbeitsprozess nimmt damit zum einen die Anzahl der Lemmata kontinuierlich zu, zum anderen vergrößert sich auch die Informationsdichte zu den einzelnen Einträgen.

In diesem Wörterbuch wird also jeweils der vollständige Wortbestand des zum Zeitpunkt der Abfrage bearbeiteten Textcorpus geboten. Eine Liste der Texte ist im Reiter „Corpus“ aufgeführt. Gegenwärtig werden die Widmungsinschriften bearbeitet. Die weiteren Textgattungen (Bauinschriften, juristische Texte etc.) werden sukzessive folgen.

Was bietet das Wörterbuch derzeit noch nicht?

Die beschriebene Arbeitsweise bringt es mit sich, daß vielfach noch keine vollständigen Einträge zu den einzelnen Lemmata des Belegwörterbuches vorliegen, da alle Belege aus noch nicht bearbeiteten Texten fehlen. Dies gilt auch für Belege, die bei der Bestimmung von Form und Bedeutung bereits berücksichtigt sind, aber aus noch nicht eingearbeiteten Inschriften stammen. Folglich sind derzeit keine vollständigen Faszikel in der Art eines klassischen Wörterbuches abrufbar. Auch bei den Bedeutungen kann es sein, daß im bislang bearbeiteten Corpus nicht vorkommende Ausdrucksvarianten noch nicht berücksichtigt sind. Auf dem derzeitigen Bearbeitungsstand bietet das Wörterbuch also den sabäischen Wortschatz dar, wie er sich im wesentlichen in den Widmungsinschriften widerspiegelt, während spezifisches Vokabular aus anderen Textgattungen wie Bauinschriften oder Rechts- und Wirschaftstexten noch großenteils fehlt. Die bestehenden Lücken werden im Arbeitsprozeß sukzessive aufgefüllt.

Wie sind Lemmata definiert?

Unter einem „Lemma“ wird eine Gruppe von Belegen verstanden, die unter Berücksichtigung von Morphologie, Semantik und Verwendung unter einem gemeinsamen Eintrag abgehandelt wird. Dabei ist es unerheblich, wie viele morphologische oder semantische Einheiten diese Gruppe von Belegen tatsächlich umfaßt. Ebenso spielt es keine Rolle, ob eine in Frage kommende morphologisch-sematische Einheit davon vollständig umfaßt wird. Die Kriterien für die Definition von Lemmata sind im Folgenden erläutert.

In der Regel entspricht ein Lemma einer morphologisch und semantisch abgrenzbaren Einheit. Da das Sabäische weitgehend auf die Schreibung von Vokalen verzichtet, ist die morphologische Abgrenzung eines Wortes nicht immer eindeutig, da mit homographen Formen gerechnet werden muß. Solche homographen Formen können sich auf verschiedene semantische Einheiten verteilen, die nicht immer derselben Wortart angehören (vgl. etwa ʿḏḇ). Insbesondere zweiradikalige Bildungen sind nicht immer sicher einer Wurzel zuzuordnen (vgl. etwa ln). Gelegentlich lassen sich homographe Formen anhand des Kontextes oder aufgrund weiterer Ableitungen unterschiedlichen Wurzeln zuweisen (vgl. etwa ʾs „Sockel“ neben häufig defektiv ʾs geschriebenem ʾys „Mann“). Andererseits liegen vielfach, insbesondere im nominalen Bereich, morphologisch eindeutig unterschiedliche Formen gleicher oder eng verwandter Semantik vor.

Ein Beispiel für Letzteres ist šṣy neben šṣyt, beides mit der Bedeutung „Emporkommen, Erhebung“. Hier kann es sich einmal um nebeneinanderstehende Lemmata gleicher Bedeutung handeln, die nach unterschiedlichen Morphemen gebildet werden. Zum anderen kann auch ein Nebeneinander von Singular- und Pluralformen vorliegen, das mit den zur Verfügung stehenden Informationen semantisch nicht sinnvoll aufzulösen ist.

Aus praktischen Gründen werden die verschiedenen Stammformen einer Verbalwurzel nicht unter einem Lemma zusammengefaßt, sondern als unterschiedliche Lemmata gewertet. Die Verbalstämme sind unter Zuhilfenahme zweier Hilfskategorien (0x und Tx, für nicht eindeutig den Stämmen 01 oder 02 bzw. T1 oder T2 zuzuordnende Formen) morphologisch gut abzugrenzen und unterscheiden sich in der Regel auch semantisch deutlich voneinander. Parallelitäten zwischen zwei oder mehr Formen stellen im Sabäischen Ausnahmeerscheinungen dar.

Morphologisch differierende Nominalformen identischer Bedeutung, die sich nicht eindeutig auf Singular und Plural ein und desselben Wortes verteilen lassen, werden im Zweifel als zwei verschiedene Lemmata behandelt. Ein Beispiel dafür ist nky neben nkyt, beides in der Bedeutung „Schaden“. Ebenso sind semantisch nicht eindeutig zusammengehörige morphologisch identische Formen zumeist unterschiedlichen Lemmata zugeordnet, sofern sie sich in ihren jeweiligen Kontexten differenzieren lassen. Ein Beispiel ist mngw „Rede“ neben mngw „Schicksal“. Demgegenüber werden überwiegend nicht differenzierbare Formen gelegentlich auch dann unter einem Lemma zusammengefaßt, wenn sachlich von unterschiedlichen Nominalformen auszugehen ist. Ein Beispiel ist frs „Pferd; Reiter“, das im Singular semantisch zwar gut zu differenzieren ist, im Plural jedoch überwiegend in Form von Belegen der Form „sie töteten und erbeuteten [Zahlangabe] ʾfrs“ auftritt, wo sich das Wort auf beides beziehen läßt.

Schließlich wird die Differenzierung in Einzelfällen auch zur „Entschlackung“ von Lemmata genutzt. Häufige Partikeln werden funktional aufgespalten. Bei einigen wenigen Nomina sind einzelne formelhafte Verwendungen aus dem eigentlichen Lemma herausgelöst. Ein Beispiel ist mlk „König“, für welches die Belege in der Königstitulatur in einem eigenen Lemma zusammengefaßt sind. Dadurch werden die inhaltlich tatsächlich relevanten Belege außerhalb dieser Formeln für den Nutzer besser zugänglich.

Ein Überblick über Differenzierungen innerhalb homographer Formen läßt sich bei der Suche nach einem Lemma auf der Übersichtsseite gewinnen. So ergibt die Suche nach hwfy die beiden Einträge „Wohlergehen schenken; heil erhalten, bewahren; (jemandem etwas) wohlgeraten lassen“ und „erfüllen“. Wird unter „Zeichenfolge“ nach einer Form ohne Affixe gesucht, kann die Einteilung in Formen mit und ohne Affixe abgelesen werden. So ergibt die Suche nach nky u.a. die beiden bereits erwähnten Nomina nky und nkyt mit der Bedeutung „Schaden“.

Wie wird mit Eigennamen verfahren?

Zur besseren Lesbarkeit der Übersetzungen sind Eigennamen durchgängig vokalisiert. Für Orts-, Stammes- und Sippennamen wird, sofern die Form dort verzeichnet ist, ʾIbrāhīm ʾAhmad al-Maqḥafī, Muʿǧam al-buldān wa-l-qabāʾil al-yamanīya, Ṣanʿāʾ 2002/1422, zugrunde gelegt. Für alle anderen Namen wird der in der deutschsprachigen Sabäistik üblichen Konvention gefolgt, wobei insbesondere auch die verschiedenen Publikationen zu den altsüdarabischen Personennamen berücksichtigt werden (Al-Said 1995, Hayajneh 1998, Sholan 1999 und Tairan 1992). Findet sich auch dort nichts, ist ein möglichst einfaches Vokalisationsschema gewählt. Eine Vereinheitlichung auch über den Einzelnamen hinaus ist angestrebt. So wird das anzusetzende Suffix –ī der 1. Person Singular innerhalb zusammengesetzter Eigennamen wie mʿdkrb = Maʿdīkarib durchgängig weggelassen (hier also: Maʿdkarib), und zwar auch dort, wo es konventionell gesetzt ist. Ebenso werden identische Namenselemente stets identisch vokalisiert.
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